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Kredite ohne Schufa Auskunft? Wichtige Informationen für Verbraucher!

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Kredit ohne Schufa-Abfrage? Hier ist Vorsicht geboten!

Manchmal erfordern größere oder auch unvorhersehbare Ausgaben die Aufnahme eines Kredites. Die meisten Kreditanträge werden gestellt für Hausbau, Renovierungsarbeiten, die Hauseinrichtung oder auch für die Gartengestaltung. Kredite werden auch beantragt im Rahmen einer Umschuldung, für die Finanzierung von Auto oder Motorrad, Aus- und Weiterbildungen, für Urlaub und Reisen, Feierlichkeiten, für Unterhaltungselektronik oder auch um die Liquidität zu sichern.

Doch nicht immer wird ein Kreditantrag bewilligt und unter anderem wegen einer negativen Auskunft der Schufa abgelehnt, was so manchen Verbraucher dazu verleitet sich insbesondere im Internet auf die Suche nach einem schufafreien Kredit zu begeben. Tatsächlich handelt es sich größtenteils um unseriöse Angebote, die am Ende die finanzielle Notlage von Verbrauchern schamlos ausnutzen und eines nicht im Sinn haben – die Vergabe eines Kredites.

Gründe für die Suche nach schufafreien Krediten

vertrag

Bei neuen Verträgen und Kredite erfolgt eine Abfrage bei der Schufa

Der Grund, warum Verbraucher nach Kreditangeboten ohne Schufaauskunft meist im Internet suchen ist, dass der Kreditantrag von der Hausbank oder einem anderen Kreditinstitut abgelehnt wurde. In diesem Fall ist es erst einmal wichtig die genauen Gründe zu erfragen, um gegensteuern zu können und nach sinnvollen Alternativen zu suchen.

Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Kreditantrag von einem Kreditinstitut nicht bewilligt wird. Dazu gehört beispielsweise ein zu niedriges Einkommen, wobei das Einkommen maßgeblich ist, das dem Antragsteller zur freien Verfügung steht. Kreditanträge werden außerdem abgelehnt, weil bereits Zahlungsverpflichtungen bestehen oder die regelmäßigen Ausgaben zu hoch sind. Das gilt gleichermaßen für Empfänger von Lohnersatzleistungen wie Hartz IV, Arbeitslosengeld I sowie Beziehern von Eltern- oder Krankengeld. Die Ablehnung eines Kredites gründet sich in diesem konkreten Fall darauf, dass Lohnersatzleistungen als solche nicht pfändbar sind.

Negativer Schufa-Eintrag sorgt für Kreditablehnung

Der Hauptgrund für die Ablehnung eines Kreditantrages ist eine negative Auskunft der Schufa. Hinter dieser Kurzbezeichnung verbirgt sich die Schufa Holding AG mit Geschäftssitz in Wiesbaden. Die Schufa ist die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, die als privatwirtschaftliche deutsche Wirtschafsauskunftei ihre Vertragspartner vor Kreditausfällen schützt, wozu in der Hauptsache Kreditinstitute, aber auch Handelsunternehmen und sonstige Dienstleister gehören.

Tipp: Ist der Ablehnungsgrund für den Kredit eine negative Auskunft der Schufa, sollte man als Verbraucher umgehend eine Selbstauskunft bei der Schufa einholen, um gegebenenfalls die Löschung von nicht berechtigten negativen Eintragungen zu verlangen.

Es werden eine Vielzahl von Daten bei der Schufa gespeichert, hierzu zählen z.B.:

  • Personenbezogene Daten (z.B. Name, Anschrift, SCHUFA-Basisscore)
  • Bankkonten
  • Kreditkarten
  • Leasingverträge
  • Mobilfunkveträge (Aussnahme Prepaid-Tarife)
  • Kredite und Bürgschaften
  • Zahlungsausfälle
  • Konten bei Versandhändlern

In die Auskunftei der Schufa aufgenommen werden auch Angaben aus öffentlichen Verzeichnissen sowie aus amtlichen Bekanntmachungen wie beispielsweise die Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung, die Beantragung oder Eröffnung eines privaten Insolvenzverfahrens oder auch dessen Abweisung oder Einstellung mangels Masse.

Nicht gespeichert werden die Höhe des Einkommens und auch nicht die Höhe des Kontostandes.

Kriterien für eine seriöse Kreditvergabe – Kreditfähigkeit und Kreditwürdigkeit

Die Vergabe eines Kredits ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, die von einem seriösen Kreditgeber vorab überprüft werden, da er ein berechtigtes Interesse daran hat Kreditausfälle auszuschließen oder sie zumindest zu minimieren. Die Kriterien bei der Kreditausgabe sind deshalb darauf ausgerichtet, dass der Kredit den vertraglichen Bedingungen entsprechend zurückgezahlt wird.

Im Zentrum steht die Kreditfähigkeit des Antragstellers. Sie setzt neben der Volljährigkeit die uneingeschränkte Geschäftsfähigkeit des Antragstellers voraus, die ihn berechtigen einen rechtlich wirksamen Kreditvertrag abzuschließen.

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Test: Von 177 Anfragen wären nur 2 Kredite vergeben worden! Zum vergrößern anklicken. Quelle: Schufa.

Neben der Kreditfähigkeit ist auch die Kreditwürdigkeit, die sogenannte Bonität, ein Kriterium für die Vergabe eines Kredits. Die Überprüfung der persönlichen und sachlichen Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers wird Kreditinstituten von Gesetzes wegen vorgeschrieben, die angehalten sind diese im Vorfeld zu prüfen.

Mancher Kreditnehmer mag an der Bonitätsprüfung Anstoß nehmen, doch sie schützt umgekehrt den Verbraucher vor einer möglichen finanziellen Überlastung und vor Überschuldung. Dabei liegt es im Ermessen des jeweiligen Kreditinstituts, welche Kriterien zur Bonitätsprüfung herangezogen werden.

Zur persönlichen Kreditwürdigkeit zählen unter anderem die berufliche und fachliche Qualifikation. In die persönliche Kreditwürdigkeit inkludiert sind außerdem die Anzahl der Kreditkarten, mögliche Wechsel des Girokontos sowie das Vorhandensein und die Anzahl nicht beglichener Zahlungsverpflichtungen. Die persönliche Kreditwürdigkeit wird außerdem bestimmt durch Heranziehen der Schufaauskunft.
Unter Verwendung des Scoring-Verfahrens, einem standardisierten Verfahren zur Prüfung der Kreditwürdigkeit im Massengeschäft, wird der Kreditnehmer anhand konkreter Merkmale beschrieben, die wiederum bestimmten Werten zugeordnet werden. Im Ergebnis wird ein Score definiert, der Aufschluss gibt über die Bonität des Kreditnehmer und eine mögliche Kreditausfallwahrscheinlichkeit.

Die sachliche Kreditwürdigkeit basiert auf dem Abfragen von finanziellen Eckdaten wie die Höhe des monatlichen Einkommens sowie die Höhe der monatlich zu erwartenden Ausgaben. Die Beurteilung basiert bei Angestellten auf einer Analyse von Lohn- und Gehaltsnachweisen und Kontoauszügen, während Selbstständige und Freiberufler unter anderem Einkommenssteuerbescheide, Bilanzen, Einnahmenüberschussrechnungen oder betriebswirtschaftliche Auswertungen vorlegen.

Die Überprüfung der sachlichen Bonität zielt allein darauf ab, ob der Kreditnehmer finanziell in der Lage ist die künftig anfallenden Kreditraten mit dem zu erwartenden Einkommen begleichen kann, während die persönliche Bonität nichts anderes als ein Abbild der Zahlungsmoral des Kreditnehmers ist.

So erkennen Sie unseriöse Kredit-Anbieter

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So können Sie unseriöse Kredit-Anbieter erkennen. Zum vergrößern anklicken. Quelle: Schufa.

Unseriöse Kreditangebote weisen eindeutige Merkmale auf, sodass sie für den besonnenen und informierten Verbraucher durchaus als unseriös zu identifizieren sind. In finanzieller Not neigt man zu panischen Reaktionen, wodurch unseriöse Anbieter leichtes Spiel haben, von denen der überwiegende Teil übrigens zu keiner Zeit die Absicht hat den beantragten Kredit auch tatsächlich auszuzahlen.

Diese unseriösen Angebote haben einzig und allein das Ziel den sich in finanzieller Not befindlichen Antragsteller finanziell zu melken. Dies geschieht unter anderem durch die Erhebung von Vorabgebühren nach Antragstellung. Regelmäßig werden die Vertragsunterlagen per Nachnahme verschickt. Sie werden allerdings nur ausgehändigt, wenn die anfallenden Gebühren meist in Höhe von mehreren hundert Euro unverzüglich beglichen werden. Die erhobenen Auslagen sind im Übrigen nicht transparent, sodass der Verbraucher ihren Sinn und Zweck nicht erkennen kann.

Wer nun Klärung herbeiführen möchte, muss teure Beratungshotlines nutzen und stellt spätestens jetzt fest, dass das Unternehmen seinen Sitz zumeist im Ausland hat, wobei es sich oftmals um Briefkastenfirmen handelt.

Manche Angebote sind an den Abschluss unsinniger Versicherungen oder an sinnlose Beratungsverträge gekoppelt. Wie auch immer diese Angebote von Krediten ohne Bonitätsprüfung ausgestaltet sind, sie sind regelmäßig mit unnötigen und meist nicht rechtmäßigen Gebühren verbunden. Das bedeutet für den Verbraucher immer ein Verlustgeschäft, denn zumeist ist das einmal gezahlte Geld unwiederbringlich verloren.

Alternativen zum Kredit ohne Schufa

Wer als Kreditnehmer einen solventen Bürgen benennen kann, der das Kreditausfallrisiko für den Fall übernimmt, dass er den Kredit doch nicht im genannten Zeitraum oder überhaupt nicht zurückzahlen kann, hat eine Chance bei einem seriösen Kreditinstitut doch einen Kredit zu erhalten.

Auch vorhandene Sicherheiten wie beispielsweise eine Lebensversicherung, eine vorhandene Immobilie oder andere Sachwerte können den Weg zu einem seriösen Kredit ebnen.

Eine weitere, bisweilen etwas unangenehme Alternative der Geldbeschaffung ist Familienmitglieder, Verwandte oder Freunde um finanzielle Unterstützung zu bitten. Die geliehene Summe sollte indes überschaubar sein, denn hier steht auch die Vertrauensbasis auf dem Spiel. Auch mit Hilfe eines Pfandleihhauses lassen sich vorübergehende finanzielle Engpässe überbrücken. Relativ neu sind Kredite von Privatpersonen, vermittelt über eine Online-Plattform wie Auxmoney oder Lendico. Hier erhalten Sie Geld von anderen Privatleuten und zahlen diesen Zinsen für die Leihe.

Bei einem andauernden finanziellen Engpass ist es allerdings ratsam eine der zahlreichen Schuldnerberatungsstellen aufzusuchen, mit deren Hilfe man sich einen Überblick über die aktuelle finanzielle Situation verschaffen kann und die beim Abbau vorhandener Schulden helfen können.

Auch wenn die Privatinsolvenz die letzte, von Vernunft getragene Lösung und ein schwerer Weg ist, so steht an ihrem Ende die Restschuldbefreiung. Sie macht einen finanziellen Neustart nach sechs Jahren möglich, wobei diese Frist am Tag der Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu laufen beginnt. Die Restschuldbefreiung tritt ein, sofern der Schuldner in dieser sogenannten Wohlverhaltensphase die in § 295 BGB InsO (Insolvenzordnung) genannten Obliegenheiten erfüllt, wozu unter anderem die Ausübung einer angemessenen Erwerbstätigkeit gehört.

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