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Finanzielle Leistungsfähigkeit vor dem Kreditantrag richtig einschätzen

Ein Kredit ist für Verbraucher immer dann interessant, wenn sie Geld benötigen. Doch bevor ein Vertrag bei der Bank unterschrieben wird, sollten Sie genau wissen, ob Sie sich die Raten tatsächlich leisten können. Auf den ersten Blick ist es ein Widerspruch: Wer sich Geld leihen möchte, muss finanziell leistungsfähig sein. Aber nur so stellen Sie sicher, dass Sie die Raten sicher zurückbezahlen können. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie die monatliche Belastung durch einen Kredit genau planen können und worauf Sie hierbei besonders achten sollten.

Einkommen und Ausgaben ermitteln

Bevor Sie einen Kredit beantragen, klären Sie genau, welche Einnahmen und Ausgaben Sie jeden Monat haben. Das Führen eines Haushaltsbuches ist aufwendig, kann aber sehr sinnvoll sein. Führen Sie alle regelmäßigen Einnahmen auf. Ermitteln Sie genau, wie hoch die finanzielle Belastung jeden Monat ist. Miete, Einkauf, Versicherungen, eventuelle weitere Kreditraten und die Kosten für Mobilität und für Hobbys gehören in jedem Fall in diese Aufstellung.

Posten die Sie nur jährlich zahlen, teilen Sie durch 12 und rechnen diese anteilig jedem Monat zu. So können Sie relativ genau abschätzen, welche Ratenhöhe Sie für einen Kredit bezahlen können. Sehen Sie im folgender Grafik, wie eine solche Aufstellung aussehen kann.

Einnahmen und Ausgaben aufschreiben

In diesem Beispiel erzielt ein Ehepaar Einnahmen von 2.900 Euro. Bei monatlichen Ausgaben von durchschnittlich 1.805 Euro kann problemlos eine Monatsrate von 500-600 Euro für den Kredit gezahlt werden.

Wenn Sie von Ihren monatlichen Einnahmen die monatlichen Ausgaben abziehen, erhalten Sie die theoretische Kreditrate. Theoretisch nur deshalb, weil Sie einen Sicherheitspuffer einbauen sollten. Bleiben Monat für Monat rund 500 Euro übrig, sollte Ihre Kreditrate maximal 300-400 Euro betragen. So haben Sie auch bei unerwarteten Ausgaben keine Schwierigkeiten bei der Tilgung.

Ständig im Dispo?

Wenn Sie jeden Monat in den Dispo rutschen oder Ihr Konto sogar dauerhaft im Soll ist, denken Sie über einen Ratenkredit nach. Banken und Sparkassen verlangen für den Dispositionskredit unverhältnismäßig hohe Zinsen. Für geduldete Überziehungen über den vereinbarten Kreditrahmen hinaus sind die Zins nochmals deutlich höher. Auch bei großer Selbstdisziplin ist es für Verbraucher kaum möglich, diese Schulden in einem vernünftigen Zeitrahmen abzuzahlen. Hierbei ist es sinnvoll, über einen Ratenkredit den Dispo auszugleichen und die Schulden in einem festen Zeitrahmen zu tilgen.

Umschuldung schafft Überblick und spart Geld

Die Mehrzahl der Verbraucher geht sehr verantwortungsvoll mit Krediten um. Laut Schufa Kredit-Kompass 2014 werden 97,5 Prozent aller Konsumentenkredite wie vereinbarte zurückgezahlt. Dennoch wünschen sich viele Haushalte eine bessere Übersicht über ihre Finanzen. Gerade wenn Sie verschiedene Kredite bedienen oder ständig den Dispo des Girokontos nutzen, scheint Umschuldung sinnvoll. Auf diesem Weg erhalten Sie nicht nur einen besseren Überblick, Sie sparen auch die Zahlung hoher Zinsen.

Die ersten Schritte zur Umschuldung:

  1. Ermitteln Sie Ihre gesamten Verpflichtungen.
  2. Vergleichen Sie die Angebote für Kredite in entsprechender Höhe.
  3. Nehmen Sie das günstigste Kreditangebot an.
  4. Nun lösen Sie alle anderen Kredite ab und zahlen ab sofort nur noch eine feste, monatliche Rate.

Beachten Sie dabei, dass manche Banken eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen, wenn Sie einen Kredit früher als vereinbart zurückzahlen. In den meisten Fällen profitieren Sie trotz dieser Strafzahlung von den günstigen Zinsen der aktuellen Angebote.

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