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Kredit abgelehnt? So reagieren Sie richtig!

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Ärgerlich aber oft Alltag: Der Kredit wurde abgelehnt.

Es gibt viele Gründe, warum man als Verbraucher einen Kredit beantragen möchte, sei es um einen finanziellen Engpass zu überbrücken oder wegen einer kostenintensiveren Neuanschaffung. Da ist der Schock groß, wenn ein Kreditantrag von der Hausbank oder einem anderen Kreditanbieter nicht bewilligt wird.

Warum Kredite abgelehnt werden können und was dann zu tun ist erfahren Sie hier.

Gründe für die Ablehnung eines Kreditantrages

Es ist für manchen Verbraucher manchmal schwer nachvollziehbar, warum ein Kreditantrag abgelehnt wird. Es gibt eine Vielzahl von Gründen, die teilweise aus gesetzlichen Vorgaben oder auch aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Kreditinstitute resultieren und die einer seriösen Kreditvergabe entgegenstehen.

Die meisten Kreditanträge werden aufgrund einer negativen Auskunft der SCHUFA abgelehnt. Die SCHUFA ist die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung mit Geschäftssitz in Wiesbaden, deren Aufgabe es ist ihre Vertragspartner vor möglichen Kreditausfällen zu schützen. Dies geschieht durch Überprüfen der Kreditwürdigkeit von Bürgern, die von den Kreditinstituten nachgefragt wird, bei denen ein Kreditantrag eingereicht wurde.

Fällt die Auskunft der SCHUFA aufgrund seines Zahlungsverhaltens zu Ungunsten des Verbrauchers aus, so dient die sich daran anschließende Verweigerung des Kredits auch seinem Schutz, da sich dessen Finanzlage durch einen Kredit weiterhin verschlimmern würde. Doch es gibt weitere Gründe, die die Ablehnung eines Kreditantrages herbeiführen können.

Eine Ablehnung des Kreditantrages erfolgt bei seriösen Anbietern aufgrund verschiedenere Punkt. Die häufigsten Gründe, finden Sie in der nachfolgenden Auflistung.

Die häufigsten Gründe der Kreditablehnung

Oftmals werden Anträge für einen Kredit abgelehnt, wenn:

  • es sich um ein auf eine bestimmte Zeit befristetes Arbeitsverhältnis handelt
  • der Arbeitsvertrag zwar unbefristet ist, der Kreditantrag jedoch während der Probezeit gestellt wird
  • der Antragsteller selbstständig ist und der Beginn seiner Selbstständigkeit weniger als drei Jahre zurückliegt
  • die Höhe des Einkommens zu gering ausfällt
  • bereits Rücklastschriften auf den als Nachweis eingereichten Kontoauszügen ausgewiesen sind
  • sich das Kontokorrentkonto innerhalb des gewährten Dispositionskredits im Soll befindet
  • anhand der Kontobewegungen Buchungen von Inkassounternehmen zum Einzug offener Zahlungsforderungen nachgewiesen werden
  • der Antragsteller zu jung oder zu alt für die Vergabe eines Kredites ist

Die genannten Ablehnungsgründe haben ihren Ursprung größtenteils in den fehlenden Sicherheiten auf Seiten des Antragstellers. Das gilt unter anderem bei lediglich befristeten Arbeitsverträgen und einer möglicherweise drohenden Arbeitslosigkeit oder auch bei Selbstständigen, deren selbstständige Tätigkeit unter drei Jahren liegt.

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Vermeiden Sie ungünstige Abbuchungen auf dem Girokonto.

Sie können zumeist keine entsprechenden Nachweise für eine berufliche Stabilität nachweisen und ihnen kann infolgedessen Verdienstausfall drohen. Das gilt gleichermaßen für ein zu geringes Einkommen oder finanzielle Vorbelastungen, durch die die Rückzahlung eines Kredits möglicherweise gefährdet ist.

Einen schlechten Eindruck hinsichtlich des Zahlungsverhaltens des Antragstellers vermitteln vor allem Rücklastschriften, Buchungen von Inkassounternehmen oder ein überzogener Dispositionskredit, die in den meisten Fällen zur Ablehnung eines Kreditantrages führen.

Das Mindestalter für die Vergabe eines Kredites beträgt 18 Jahre. Das ist die vom Gesetzgeber vorgegebene Altersgrenze für den Eintritt der Geschäftsfähigkeit und der damit verbundenen Möglichkeit einen wirksamen Vertrag einzugehen. Auch nach oben gibt es Grenzen, da aufgrund eines höheren Alters die Rückzahlung eines Kredites aufgrund der höheren Sterblichkeit nicht ausreichend sichergestellt ist.

Tipp: Weitere Kreditanfragen stellen
Sollten Sie erste 1-2 Kreditanfragen gestellt haben, empfiehlt es sich weitere Banken zu kontaktieren. Jede Bank hat unterschiedliche Bewertungskriterien. Eine Übersicht der Konditionen und Anbieter finden Sie in unserem Kreditvergleich.

Was tun, wenn der Kreditantrag abgelehnt wurde?

Auch wenn ein Kreditantrag abgelehnt wurde muss der Antragsteller nicht verzweifeln und in Untätigkeit verharren. In einem ersten Schritt sollte er bei dem betreffenden Kreditinstitut nach den Gründen für die Ablehnung fragen. Denn nur wer die genauen Gründe kennt kann gegensteuern und nach seriösen Alternativen suchen.

1 Die negative Auskunft der SCHUFA als Ablehnungsgrund

Wird eine negative Auskunft der SCHUFA als Ablehnungsgrund angegeben sollte der Antragsteller eine kostenlose Eigenauskunft bei der SCHUFA anfordern. Stellt der Verbraucher fest, dass hier nicht gerechtfertigte Eintragungen vorliegen und kann er dies auch beweisen, kann der die Löschung der negativen Eintragungen verlangen.

Einem zweiten Kreditantrag steht nach der Löschung dann nichts mehr im Weg. Ist der Eintrag berechtigt, sollte der Verbraucher das Gespräch mit der Bank suchen und weitere Möglichkeiten für die Bewilligung eines Kredits erfragen. Eine ist die Übernahme einer Bürgschaft eines solventen Bürgen, der bereit ist für die Schulden des Kreditnehmers vollumfänglich einzustehen.

2 Ablehnung des Kredits wegen eines zu niedrigen Einkommens

Job auf 450 Euro Basis

Auch ein zu geringes Einkommen kann zur Ablehnung führen.

Es kommt auch vor, dass ein Kreditantrag aufgrund eines zu niedrigen Einkommens nicht bewilligt wird. Das gilt auch dann, wenn der Kreditnehmer in Vollzeit beschäftigt ist und dennoch das Einkommen zu gering ausfällt. Denn die Bewilligung ist nicht abhängig von der Höhe des eigentlichen Einkommens, sondern von der des pfändbaren Einkommens, das aktuell bei knapp über 1.000 Euro liegt.

Maßgeblich ist das Einkommen, das dem Antragsteller tatsächlich zur freien Verfügung steht. Dazu werden die Einnahmen den Ausgaben gegenübergestellt. Das bedeutet, dass ein Kreditantrag auch dann abgelehnt werden kann, wenn dem Antragsteller aufgrund hoher Ausgaben oder bereits bestehender Verpflichtungen nur ein kleines Resteinkommen zur freien Verfügung steht.

3 Ablehnung bei Empfängern von Lohnersatzleistungen

Ähnlich verhält es sich bei Empfängern von Arbeitslosengeld I, Hartz IV oder Beziehern von Krankengeld oder Elterngeld, deren Leistungen als Lohnersatzleistungen nicht pfändbar sind, auch wenn es sich um ein regelmäßiges Einkommen handelt. Das bedeutet, dass die meisten Finanzinstitute Kreditanträge nicht bewilligen, auch wenn die Lohnersatzleistungen der Höhe nach rein rechnerisch für eine ordnungsgemäße Rückzahlung des Kredits ausreichen würden. In den genannten Fallkonstellationen – zu niedriges Einkommen und Lohnersatzleistungen – haben Kreditanträge nur dann eine Chance auf Bewilligung, wenn ein solventer Bürge die finanziellen Risiken übernimmt.

Fehlt es an einem Bürgen, kann auch auf eine bestehende Lebensversicherung ein Kredit aufgenommen werden, wobei ein Pfandleihhaus ebenfalls eine mögliche Alternative ist. Allerdings gibt es auch Finanzinstitute, die Ausnahmen von dieser Regel machen und Kredite trotz eines niedrigen Einkommens vergeben.

Wird der Kreditantrag aufgrund fehlender Bonität zu Recht abgelehnt ist auch das kein Grund zu verzweifeln. Eine mögliche Alternative sind Schuldnerberatungen, die beim Ordnen der Finanzen und beim Abbau möglicher vorhandener Schulden helfen. Das gilt gleichermaßen für die Privatinsolvenz, die ein schwerer Weg ist, die aber im Falle von finanziellem Wohlverhalten innerhalb von sechs Jahren zu einer Restschuldbefreiung führt, wodurch ein finanzieller Neustart möglich wird.

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Bildquellen: Fotolia.com – Gina Sanders, M. Schuppich, DOC RABE Media

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