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Jugendliche in der Schuldenfalle: Die häufigsten Gründe und Maßnahmen

kreditkarte als schuldenfalle

Denken Sie bei Überschuldung und Privatinsolvenz automatisch an ältere Bürger? Dann liegen Sie nicht ganz richtig, denn junge Verbraucher zwischen 18 und 30 Jahren geraten besonders häufig in die Schuldenfalle. Sie verfügen nur über ein beschränktes Einkommen, mit dem sie sich große Konsumwünsche erfüllen möchten.
Dieser Artikel zeigt die häufigsten Gründe für die Überschuldung junger Menschen und gibt Tipps, wie sich die Schuldenfalle vermeiden lässt.

Überschätzung der eigenen finanziellen Leistungsfähigkeit

Junge Menschen gelten als besonders gefährdet, wenn sie das Elternhaus verlassen, um erstmals einen Haushalt in Eigenverantwortung zu führen. Sie haben oft keinen Überblick über die regelmäßigen monatlichen Ausgaben, von der Miete bis zu den Versicherungsbeiträgen. Auch die Kosten der Lebenshaltung überblicken sie kaum.

Wenn Sie sich in dieser Hinsicht unsicher fühlen, hilft Ihnen ein Haushaltsbuch. Auch wenn dieses Disziplin erfordert und anstrengend erscheint, ist es eineser der besten Methoden um seine Ausgaben zu kontrollieren.

Aus der Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben am Monatsende ergibt sich die Summe, die tatsächlich zur freien Verfügung steht.

Smartphone und Handy als Kostenfalle

Hohe Handyrechnung

Die Handyrechnung ist oft das größte, finanzielle Problem Jugendlicher.

Sie möchten mit einem modernen Smartphone oder Handy von einem angesagten Hersteller in Ihrer Clique glänzen? Dann sollten Sie vor dessen Anschaffung genau ausrechnen, ob Sie sich dieses Gerät auch wirklich leisten können. Ansonsten drohen Ihnen die Ausgaben dafür schnell über den Kopf zu wachsen.

Am besten ermitteln Sie zunächst ein Monats-Budget für das mobile Telefonieren und suchen sich anschließend ein passendes Smartphone oder Handy mit günstigem Vertrag aus. Achten Sie unbedingt auf das Kleingedruckt und Hinterfragen Sie vermeintliche Schnäppchen.

Verlockendes Shoppen auf Pump

Der Dispokredit in Höhe von mehreren Monatsgehältern, die Kreditkarte und andere praktische Finanzierungsmöglichkeiten laden dazu ein, sich schöne Dinge auf Pump anzuschaffen. Das böse Erwachen kommt erst dann, wenn es Ihnen nicht mehr gelingt, alle Kredite zu bedienen.

Lassen Sie es gar nicht erst soweit kommen und verzichten Sie auf die Anschaffung von Konsumobjekten, die Ihre finanziellen Möglichkeiten übersteigen. Anstatt sich teure Markenkleidung, ein hochwertiges Gebrauchtfahrzeug oder andere Gegenstände mithilfe eines Kredits sofort zu kaufen, sparen Sie gezielt darauf hin.

Umschuldung als Weg aus der Schuldenfalle

Auch wenn Sie diese Ratschläge bislang nicht beherzigen und bereits einen Berg von Schulden haben, gibt es einen Ausweg. Oft hilft eine Umschuldung aller Verbindlichkeiten in einen langfristigen Ratenkredit mit günstigen Zinsen weiter.

Sie zahlen dann Monat für Monat in kleinen Raten ihre Schulden zurück. So können Sie zum Beispiel einen Schuldenbetrag von 8.000 Euro mit einem Darlehen, das einen Effektivzinssatz von 4,5 Prozent besitzt, über 3 Jahre mit Monatsraten von 237,65 Euro abtragen.

Checkliste: Schuldenfall vermeiden

  • Sparen Sie gezielt auf eine Anschaffung, anstatt eines sofortigen Kauf mittels Kredit
  • Führt kein Weg an einem Kredit vorbei, nehmen Sie diesen nur für „sinnvolle“ Dinge auf, etwa für einen PKW den Sie für Ihren Arbeitsplatz benutzen und nicht für den Wunschurlaub
  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre monatlichen Einnahmen und Ausgaben, ein Haushaltsbuch für 2-3 Monate hat sich bewährt
  • Versuchen Sie einen Teil Ihres monatlichen Einkommens zu sparen, entweder für ein bestimmtes Ziel oder als Rücklage für unvorhersehbare Ausgaben. Es empfiehlt sich ein separates Konto (z.B. Tagesgeldkonto oder Sparbuch) einzurichten.
  • Behalten Sie einen Überblick über Rechnungen, Mahnungen und anderen Zahlungsverpflichtungen. Dies gelingt durch Abheften, sortieren und zeitnaher Bezahlung von Rechnungen.
  • Fragen Sie sich bei Anschaffungen immer „benötige ich dieses Teil wirklich?“ und lassen Sie sich nicht durch Werbung beeinflussen

Helfen diese Maßnahmen nicht mehr, empfiehlt sich professionelle Unterstützungen durch eine Schuldnerberatung, beispielsweise durch die Caritas oder andere Einrichtungen.

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