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Die 4 größten Irrtümer bei der Kreditvergabe vermeiden

nachrechnen bei der Kreditvergabe

Wer einen Kredit aufnehmen möchte, macht dies in der Regel nicht zwischen Tür und Angel. Insbesondere wenn es sich um den ersten Kredit handelt, haben Verbraucher viele Fragen und gehen verunsichert in das Gespräch mit ihrem Bankberater. Planen auch Sie in der nächsten Zeit ein Darlehen aufzunehmen? Sie möchten die Kosten dafür so gering wie möglich halten? Dann lesen Sie diesen Artikel und erfahren Sie, welche 4 Irrtümer bei der Kreditvergabe besonders weit verbreitet sind und unnötig Geld kosten.

1 „Die Nutzung des Dispos ist nicht viel teurer als andere Kredite“

Gehören Sie auch zu den Bankkunden, die die Überziehung des laufenden Girokontos mithilfe des Dispokredits für vorteilhafter als andere Kreditvarianten halten? Dann sollten Sie dringend umdenken und Alternativen in Betracht ziehen. Ein Ratenkredit ist beispielsweise wesentlich empfehlenswerter. So verlangen Banken für diesen deutlich geringere Zinsen und er bietet ein höheres Maß an Sicherheit.

Im Gegensatz zum Dispokredit hat die Bank bei dieser Kreditform nicht das Recht, Ihnen vorzeitig zu kündigen oder den Zinssatz zu ändern.

Ein Beispiel verdeutlicht den Unterschied:

 DispokreditRatenkredit
Kreditbetrag5.000 EUR5.000 EUR
Laufzeit12 Monate12 Monate
Effektiver Zinssatz12,50% p.a.5,00% p.a.
Zinsen nach 12 Monaten625 EUR250 EUR

Bei fiktiven Zinsen von 12,50% für den Dispo- und 5,00% für den Ratenkredit, ergibt sich nach 12 Monaten ein Zinsunterschied von 375 Euro!

2 „Der nominale Zinssatz ist ausschlaggebend“

Ein weiterer Irrtum vieler Verbraucher besteht in der Annahme, dass der nominale Zinssatz ein geeigneter Vergleichsmaßstab für die Konditionen verschiedener Darlehen darstellt. Dies ist nicht der Fall: Nur der effektive Zinssatz berücksichtigt sämtliche Faktoren, die Einfluss auf die Kosten für einen Kredit haben. Im Einzelnen handelt es sich dabei um:

  • Nominalzins
  • Disagio
  • Kontoführungsgebühren
  • Auszahlungs- und Tilgungstermine

Aus diesem Grund sollten Sie unbedingt die Effektivzinssätze von Darlehensangeboten miteinander vergleichen, um einen guten und günstigen Kredit zu finden.

3 „Bearbeitungsgebühren für Darlehen sind ärgerlich aber hinzunehmen“

Zählen Sie zu den Kreditnehmern, die ohne zu zögern Gebühren für die Überprüfung ihrer Bonität und die Vorbereitung des Vertragsabschlusses des zahlen? Dann wurden Sie nicht umfassend informiert. Spätestens nach dem einschlägigen Urteil des BGHs steht nämlich fest, dass Kreditinstitute keine Bearbeitungsgebühren für die Darlehensvergabe erheben dürfen.

Dies gilt sogar für den Fall, dass die Gebühren in den allgemeinen Geschäftsbedingungen enthalten sind. Nutzen Sie als Kreditnehmer die Möglichkeit, die zu Unrecht gezahlten Bearbeitungsgebühren im Nachhinein zurückzuverlangen!

4 „Mit negativer Schufa ist eine Kreditvergabe unmöglich“

„Verbraucher, über die bei der Schufa negative Informationen gespeichert sind, bekommen keinen Kredit.“ – Das hört sich plausibel an, ist häufig aber nicht immer richtig. Durch die Stellung von Sicherheiten ersetzen Sie fehlende Bonität bei verschiedenen Kreditformen. Zum Beispiel ist es unabhängig von der Schufa-Auskunft möglich, einen Wertpapierkredit zu erhalten. Dabei dienen Ihre Aktien, Anleihen und andere verbriefte Wertpapiere als Sicherheit für das Darlehen.

Auch ein zweiter Kreditnehmer, z.B. Ihr Ehepartner, kann bei negativen Schufa-Merkmalen die Wahrscheinlichkeit einer Kreditzusage erhöhen. Allgemein ist ein einziges Negativmerkmal kein K.O.-Kriterium bei der Kreditvergabe!

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