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In 10 Minuten zum Dispo? Das Angebot von Cashpresso im Test!

logo von cashpresso

Seit September 2016 bietet Cashpresso in Deutschland und Österreich einen Dispositionskredit (kurz Dispo) für Verbraucher an. Ein Dispokredit an sich ist nicht neu oder außergewöhnlich, so wird ein solcher Kredit in der Regel zu jedem Girokonto und von jeder Bank angeboten. Cashpresso setzt die Messlatte allerdings hoch an und verspricht die erste Auszahlung bereits nach 10 Minuten, bei vollständiger Online-Registrierung und gleichzeitigem Disporahmen von 1.500 Euro. In diesem Test haben wir uns die Hintergründe, die Konditionen und den Ablauf – von der Anmeldung bis zur Auszahlung und Rückzahlung – genauer angesehen.

Update: Cashpresso hat die Zinsen inzwischen leider deutlich erhöht, von 9,99% auf 14,99% effektiver Jahreszins

Wer steckt hinter Cashpresso?

Cashpresso ist eine Online-Marke der Credi2 GmbH, welche bereits Mitte 2015 mit Sitz im österreichischen Wien gegründet wurde und als sogenanntes FinTech Start-Up tätig ist. Da Credi2 bzw. Cashpresso keine eigene Banklizenz besitzt und ohne diese keine Kredite anbieten darf, kooperiert sie mit der „Deutschen Handelsbank“ (Deutsche Kontor Privatbank AG) aus München.

Was bietet der Cashpresso Dispokredit genau?

FinTech Start-Ups haben es sich zur Aufgabe gemacht die Bankenwelt zu verändern und zu modernisieren. Auch bei Cashpresso ist diese Ausrichtung zu erkennen, so liegt der Fokus auf Schnelligkeit und Einfachheit. Das eigentliche Produkt, der Dispokredit in Höhe von 1.500€, soll in wenigen Minuten vollständig online beantragt sein. Über den Browser oder per Smartphone-App kann der Kreditrahmen jederzeit eingesehen oder Geld abgerufen werden.

drei schritte zur Anmeldung

Cashpresso verspricht die Beantragung eines Dispokredits vollständig online – ob es wirklich so einfach klappt, erfahren Sie in diesem Test.

Der Dispo wird von Cashpresso zu einem effektiven Jahreszins von 14,99% (Sollzins 13,99%) angeboten. Im Vergleich zu vielen anderen Banken ist der Zinssatz relativ hoch. Andere Banken sind günstiger (DKB: 6,90%, ING DiBa: 6,99%) oder bewegen sich in einem ähnlichen Umfeld.

Cashpresso auf einen Blick:

  • Dispokredit, pauschal bis 1.500€
  • Effektiver Jahreszins: 14,99%, Sollzins: 13,99%
  • Kostenlos in der Eröffnung und Kontoführung, Kosten nur bei Nutzung des Dispos (Zinsen)
  • Dispo kann vollständig online eröffnet werden, kein PostIdent erforderlich
  • Monatliche Rückzahlung 5% des Dispos, mindestens 20€

Welche Kosten fallen an?

Für die Beantragung, die Kontoeröffnung und Kontoführung fallen bei Cashpresso keine Gebühren an. Auch Überweisungen aus dem Disporahmen, Änderungen an den Rückzahlungsmodalitäten oder eine vorzeitige Tilgung sind kostenfrei. Wer mit seinen Zahlungen in Verzug gerät erhält zunächst eine kostenlose Zahlungserinnerung. Für anschließende Mahnung berechnet Cashpresso pauschal 2,50€. Rücklastschriften werden ebenfalls mit 2,50€ berechnet. Update: Für Rücklastschriften werden von Cashpresso keine Gebühren mehr verlangt.

Kosten und Gebühren bei Cashpresso

Grund- und Einrichtungsgebühren fallen bei Cashpresso nicht an. Kosten entstehen bei Mahnungen und Rücklastschriften.

Abgesehen von möglichen Mahngebühren und Rücklastschriften entstehen bei Cashpresso also nur „Zins-Kosten“. Neukunden erhalten einen kostenfreien Probemonat, womit sich 30 Tage ohne Zinsen Geld aus dem Dispo abrufen lässt. Folgende Beispiele zeigen die Höhe der anfallenden Zinsen, nach Ablauf des kostenlosen Probemonats:

  • 500€ für 14 Tage leihen: 1,94€ Zinsen
  • 500€ für 3 Monate leihen: 12,49€ Zinsen
  • 1.000€ für 6 Monate leihen: 49,95€ Zinsen

Wie erfolgt die Rückzahlung?

Pro Monat verlangt Cashpresso eine Rückzahlung in Höhe von 3% des ausbezahlten Betrags, mindestens jedoch 10€. Für die Rückzahlung stehen verschiedene Modelle zur Auswahl:

  1. Mindestrate: Monatlich wird 3% des offenen Betrags (mind. 10€) per Lastschrift vom Girokonto eingezogen. Der Tag der Abbuchung kann selbst festgelegt werden, z.B. zum 1. oder zum 15. Tag eines Monats.
  2. Wunschrate: Die Höhe der monatlichen Rate kann selbst festgelegt werden, z.B. 25€ pro Monat. Die Rate muss mindestens 10€ betragen und wird monatlich zum Wunschtermin eingezogen.
  3. Manuell: Per Überweisung kann monatlich ein freiwählbarer Betrag eingezahlt werden, mindestens jedoch 3% des offenen Betrags.
  4. Konto ausgleichen: Per Überweisung wird der gesamte offene Betrag in einer Summe ausgeglichen.

Praxistest: Unsere Erfahrungen mit Cashpresso

Um das Angebot von Cashpresso realistisch beurteilen zu können, haben wir uns für eine Anmeldung und Dokumentation der einzelnen Schritte entschieden.

Die Anmeldung bei Cashpresso

Die Registrierung bei Cashpresso ist mit wenigen Angaben abgeschlossen.

Das Benutzerkonto ist auf Cashpresso.com schnell angelegt. Im ersten Schritt sind lediglich einige personenbezogene Daten anzugeben, etwa der Name, die Anschrift, die Handynummer und das Geburtsdatum. Außerdem muss ein Passwort für den Account festgelegt werden.

Nach diesem Schritt ist der persönliche Login-Bereich bereits sichtbar. Dieser wirkt auf uns sehr aufgeräumt und klar strukturiert. Um Cashpresso vollständig nutzen zu können, ist zunächst die Bestätigung der eigenen E-Mail Adresse erforderlich. Im E-Mail Postfach wartet bereits ein fünfstelliger Code, den wir im Login-Bereich eingeben. Dann verlangt Cashpresso nach Angaben zu einem Referenzkonto. Von diesem Konto wird die monatliche Rate eingezogen oder Guthaben aus dem Dispo ausgezahlt. In der Regel bietet sich hierzu das persönliche Girokonto an.

Dashboard im persönlichen Login Bereich von Cashpresso

So sieht der persönliche Login-Bereich nach dem ersten Login bei Cashpresso aus.

Identifizierung via Video-Chat

Video-Identifikation bei webid solutions

Die Bestätigung der persönlichen Daten erfolgt per Video, über den Dienstleister WebID Solutions.

Im letzten Schritt ist die Bestätigung der personenbezogenen Daten erforderlich. Hierzu arbeitet Cashpresso mit dem Identifizierungs-Dienstleister WebID Solutions zusammen, auf dessen Website die Registrierung abgeschlossen wird. Für uns bedeutet dieser Schritt: Personalausweis oder Reisepass sowie einen PC mit Webcam und Mikrofon oder ein Smartphone bereithalten. Wir entscheiden uns für die Identifikation mittels Smartphone App von WebID Solutions.

Nach etwas Wartezeit sehen wir im Handy-Display eine Mitarbeiterin von WebID Solutions, die die Daten aus der Registrierung mit den Daten des Personalausweises abgleicht und bestätigt. Mit dieser digitalen Lösung sparen sich Verbraucher den Gang zur Postfiliale, um das oft langwierige PostIdent-Verfahrungen zu durchlaufen.

Auch die „Unterschrift“ des Vertrags erfolgt digital per Smartphone. Zur finalen Bestätigung werden SMS-Tan versendet, welche in der App als Validierung angegeben werden müssen. Danach ist die Eröffnung abgeschlossen und der Cashpresso Dispokredit steht in vollem Umfang bereit.

Zwischenfazit: Die Kontoeröffnung bei Cashpresso kann tatsächlich innerhalb von 10 Minuten erfolgen. Wir haben ein paar Minuten länger benötigt, da wir die Schritte dokumentiert haben und eine kurze Wartezeit bei WebID Solutions in Kauf nehmen mussten. In der Regel sollte der Antrag tatsächlich in rund 10 Minuten abgeschlossen sein, hier verspricht Cashpresso nicht zu viel!

Die erste Auszahlung in weniger als 24 Stunden

Zu Testzwecken wollen wir 100€ aus dem Dispokredit abrufen. Die Auszahlungsmaske steht nach dem Login direkt bereit und verlangt nur wenige Daten. Da die Auszahlung auf das hinterlegte Referenzkonto erfolgt, kennt Cashpresso bereits unsere Bankverbindung und schlägt uns die benötigten Daten bereits vor. Es fehlen nur noch die Angabe zur Höhe des Betrags und ein optionaler Verwendungszweck. Abschließend muss die Überweisung mit einer SMS-Tan bestätigt werden.

Dispo-Auszahlung

Die erste Auszahlung aus dem Cashpresso-Dispo hat geklappt.

Nach der beantragten Auszahlung vom 14. September sehen wir die Auszahlung bereits im Bereich „Transaktionen“. Um 6 Uhr des 15. September erhalten wir eine E-Mail von Cashpresso, in der die Überweisung nochmals bestätigt wurde. Ein Blick auf unser Girokonto zeigt bereits den Geldeingang von Cashpresso. Zwischen Anmeldung und Geldeingang auf dem persönlichen Girokonto sind somit keine 24 Stunden vergangen!

Rückzahlung per Überweisung

Da wir das Konto bei Cashpresso nur zu Testzwecken eröffnet haben, soll das Geld aus dem Dispokredit direkt zurückfließen. Hierzu entscheiden wir uns zur Umstellung des Ratenplans auf die Option „Konto ausgleichen“ und überweisen den offenen Betrag in Höhe von 100€ mit einer einfachen Banküberweisung. Bereits am nachfolgenden Tag ist der Zahlungseingang bei Cashpresso verbucht und der Dispokredit ist wieder ausgeglichen.

Dispo-Ausgleich

In der Transaktionsliste ist jetzt auch die Rückzahlung sichtbar.

Fazit: Cashpresso überzeugt in allen Punkten

In unserem Test konnte Cashpresso vollständig überzeugen. Das Konto ist tatsächlich in wenigen Minuten eröffnet, die Identifikationsprüfung ist komfortabel und einfach. Der Dispokredit stand unmittelbar nach der Videoidentifikation bereit und das hieraus abgerufene Geld ist in weniger als 24 Stunden auf dem persönlichen Girokonto verbucht. Insgesamt verspricht Cashpresso auf der eigenen Website nicht zu viel. Der Dispo ist einfach zu beantragen und zu verwalten, auch für Personen die nicht besonders online-affin sind. Mit einem effektiven Jahreszins von 9,99% 14,99% sind die Konditionen zudem in Ordnung. Unterm Strich sind unsere Erfahrungen mit Cashpresso sehr gut.

Für wen ist Cashpresso zu empfehlen? Aus unserer Sicht für Personen die möglichst zeitnah einen kleinen Kredit (bis 1.500€) benötigen, eine Alternative zum teuren Dispo der Hausbank suchen oder sich einen zusätzlichen finanziellen Freiraum schaffen möchten.

Für wen ist Cashpresso nicht zu empfehlen? Für alle Personen die kein Smartphone besitzen, denn ohne dieses ist Cashpresso nicht nutzbar. Auch sollte der Dispokredit nicht für Anschaffungen genutzt werden, die für einen längeren Zeitraum finanziert werden müssen. Für diesen Fall empfiehlt sich eher ein Ratenkredit, aktuelle Konditionen finden Sie im Kreditvergleich.

Tipp: Zum Start können Sie Cashpresso kostenlos (ohne Zinsen) testen. Zahlen Sie den abgerufenen Kreditbetrag innerhalb von 30 Tagen zurück, entstehen keine Zinskosten. Anmeldung und mehr Infos auf cashpresso.com

Gut zu wissen: Häufige Fragen beantwortet

Wer kann sich bei Cashpresso anmelden?

Aktuell ist der Dienst nur für Verbraucher mit Deutscher oder Österreichischer Staatsbürgerschaft verfügbar. Außerdem muss der Antragsteller mindestens 18 Jahre alt sein. Als weitere Voraussetzung gilt eine positive Bewertung der Bonität – mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Wie prüft Cashpresso die Bonität?

Ob ein Kunde in den Genuss des Dispokredits von Cashpresso kommt oder nicht, hängt maßgeblich von seiner persönlichen Bonität ab. Wie zahlungsfähig ein Verbraucher ist, stellt Cashpresso mit der Abfrage von verschiedenen Auskunfteien fest.

Für Kunden aus Deutschland werden Daten bei den folgenden Unternehmen abgefragt:

  • SCHUFA Holding AG, Kormoranweg 5, 65201 Wiesbaden
  • Deltavista GmbH, Dessauerstraße 9, D-80992 München
  • Creditreform Boniversum GmbH, Hellersberdstraße 11, D-41460 Neuss
  • Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG, Gasstraße 18, D-22761 Hamburg
  • infoscore Consumer Data GmbH, Rheinstraße 99, D-76532 Baden-Baden

Für Kunden aus Österreich werden Daten bei den folgenden Unternehmen abgefragt:

  • CRIF GmbH, Diefenbachgasse 35, A-1150 Wien
  • KSV1870 Information GmbH, Wagenseilgasse 7, A-1120 Wien
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