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15 Tipps zum richtigen Umgang mit Geld

Im Umgang mit Geld wird das Geschick verlangt, sinnvoll zu haushalten und Risiken zu vermeiden. Die Zahl der Privatinsolvenzen gerade jüngerer Menschen, knapp 20 Prozent sind unter 30 Jahre alt, zeigt, dass dies nicht immer gelingt. Gerade Verlockungen zu widerstehen, die über das Handy oder Internet angeboten werden, fällt vielen schwer. Auch besteht in der Verfügbarkeit von Krediten und Kreditkarten eine erhöhte Gefährdung zur Überschuldung. Die folgenden 15 Tipps sollen Ihnen helfen, mit Ihrem Geld richtig umzugehen.

1 Auch wenn es schwer fällt, führen Sie ein Haushaltsbuch

Der erste und möglicherweise effektivste Tipp, um die eigenen Finanzen in den Griff zu bekommen, besteht im zugegebenermaßen mühevollen Sammeln aller Belege beziehungsweise Notizen über getätigte Einkäufe. Am besten jeden Abend, mindestens jedoch einmal in der Woche, werden alle diese Daten in ein Haushaltsbuch übertragen und summiert. Hier erhalten Sie eine Darstellung, wofür Sie Ihr Geld ausgeben und können auch herausfinden, wie viel Geld für unnötige Kleinigkeiten weggeht.

Wenn Sie sich gleich beim Bezug der ersten eigenen Wohnung an das Führen eines Haushaltsbuches gewöhnen, wird es Ihnen mit der Zeit immer leichter fallen, so Ihre Ausgaben zu kontrollieren. Wer sein Haushaltsbuch gerne am PC führen möchte, findet z.B. auf chip.de (Aquamarin Haushaltsbuch und weitere) entsprechende Software.

2 Immer wieder etwas Geld zurücklegen und „vergessen“

frau mit sparschwein

Etwas Geld auf der hohen Kante hilft bei unvorhersehbaren Ausgaben.

In vergangenen Zeiten stand in fast jedem Haushalt ein Sparschwein oder ein anderer Behälter, in dem kleine Geldstücke gesammelt wurden. Im Laufe eines Jahres kam so häufig ein Betrag zustande, mit dem eine mittelgroße Anschaffung finanziert werden konnte. Beim Zählen der Groschen wurde dann häufig gesagt: „Auch Kleinvieh macht Mist.“

Indem Sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit ein paar Geldstücke zurücklegen, können auch Sie, ohne einen Verzicht wahrzunehmen, ein kleines Sparkapital aufbauen, mit dem sich nach einigen Monaten vielleicht sogar ein Wochenendausflug finanzieren lässt.

3 Rücklagen bilden für kostenintensive Monate

Beim Bilden von Rücklagen geht es nicht darum, Geld beiseite zu legen. Vielmehr handelt es sich hierbei um, man kann sagen, Vorausfinanzierungen von zukünftigen Ausgaben. Weihnachten, Geburtstage, Autoinspektionen, Heizkostenabrechnungen und ähnliches kehren regelmäßig wieder und belasten die Haushaltskasse. Alle diese kalkulierbaren Kosten werden zusammengerechnet und auf die Monate verteilt. Legen Sie hier zehn bis 20 Prozent für unerwartete Ausgaben wie Reparaturkosten drauf.

4 Rücklagen intelligent investieren

Rücklagen gehören nicht in den Sparstrumpf. Besser sind sie auf speziellen Konten aufgehoben. Sinnvoll ist hier auch, mehrere Konten für verschiedene Bestimmungszwecke einzurichten. Für Mittel, die, im Falle des Falles, kurzfristig zur Verfügung stehen müssen, eignen sich Sparbücher (bis 2.000 Euro) oder Tagesgeldkonten. Letztere bieten in der Regel bessere Konditionen.

5 Vorausschauend planen für mittel- und langfristigen Kapitalbedarf

Jeder wird irgendwann vor der Situation stehen, eine größere Ausgabe zu bewältigen. Sei es für den Hauskauf oder die Anschaffung eines neuen Autos, meist werden Darlehen in Anspruch genommen, um den Traum zu finanzieren. Dabei setzen sich Kreditnehmer oft über viele Jahre einem gewaltigen Risiko aus. Wer vorausschauend Mittel ansammelt, um solche Großausgaben zumindest teilweise aus eigener Tasche zu finanzieren, muss frühzeitig, am besten ab dem ersten Einkommen, sparen. Hier gibt es jedoch eine Vielzahl von Möglichkeiten aus Bausparverträgen, Sparverträgen, Festgeldanlagen, Sparbriefen, Fonds, Aktien etc. Eine individuelle Anlagestrategie sollte mit einem Bank- oder Anlageberater angesprochen werden. Gerade bei langfristigen Verträgen gilt dabei aber der Hinweis: Vorsicht, übernehmen Sie sich nicht! Auch das Sparen muss finanzierbar bleiben.

6 Nutzen Sie Arbeitgeberleistungen

Viele Menschen haben Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen, nutzen sie aber nicht. Diese Ansprüche bestehen oft übrigens schon während der Berufsausbildung. Es handelt sich hierbei um den Aufbau eines Sparvermögens, bei dem Sie selber nur einen Teil der Einlagen leisten, während der Rest von Ihrem Arbeitgeber eingezahlt wird.

7 Haben Sie ruhig etwas Gold im Hause

gold

Gold bleibt auch in Krisenzeiten anerkannt und wertvoll.

In vielen Regionen der Welt wird anstatt eines Sparguthabens zu Hause Gold gesammelt. Abgesehen von den Vor- oder Nachteilen als Anlagemöglichkeit, sorgt die Anschaffung von Gold doch dafür, dass Geldbeträge der direkten Verfügbarkeit entzogen, allerdings notfalls leicht in Bargeld verwandelbar sind.

Im Wesentlichen wird so eine Hemmschwelle aufgebaut, das Gold für eine unbedachte Ausgabe zu verwenden. Übrigens geht es hier gar nicht um den Ankauf großer Mengen. Für den Gegenwert eines Besuchs beim „Italiener“ lassen sich schon ein bis zwei „Goldbarren“ von jeweils einem Gramm anschaffen und zurücklegen.

8 Ein Budget auch für spontane Ausgaben einrichten

Natürlich gehört es zu den Bedürfnissen von aktiven Menschen auch mal etwas aus reiner Lust am Einkaufen auszugeben. Wer dem konsequent nicht nachgibt, läuft Gefahr missmutig und unglücklich zu werden. Von großer Wichtigkeit für den Umgang mit Geld ist daher, sich, neben anderen Budgets, auch eines einzurichten, dass zur freien Verfügung steht ohne jegliche Rechenschaft zu verlangen. Mit Geld zu haushalten heißt nicht, sich selber nichts zu gönnen.

9 Lassen Sie das „Plastikgeld“ stecken und bezahlen Sie bar

Um den Wert des Geldes zu erfassen, brauchen die meisten eine visuelle Wahrnehmung des Betrages. Das heißt, sie müssen das Geld vor sich liegen sehen, um die Höhe eines Preises einschätzen zu können. Bei der Verwendung einer Kreditkarte geht der Überblick über Ausgaben leicht verloren. Das sinnliche Erlebnis des Geldausgebens gewährleistet eben nur „Bares“. Die leichtsinnige Abrechnung über die Kreditkarte dagegen führt am Monatsende häufig zu bösen Überraschungen. Daher gilt, nach Möglichkeit beim Shoppen nur Bargeld einzusetzen. Ist das Budget verbraucht, kann halt nichts mehr eingekauft werden. Bei der Kreditkarte besteht die Gefahr, auch über die möglichen Grenzen hinaus Einkäufe zu tätigen.

10 Kreditkarten nur bei Gegenwert nutzen

Ist es doch einmal unumgänglich, die Kreditkarte einzusetzen, achten Sie unbedingt darauf, dass der Gegenwert auf Ihrem Konto im Guthaben ist. Dies gilt für den Zeitpunkt des Einkaufs und nicht der Abrechnung der Kreditkarte. Bedenken Sie einfach, dass jede Ausgabe, für die Sie genau jetzt kein Geld haben, von Ihren Einnahmen in der Zukunft abgehen wird. Das heißt, je mehr Sie Ihre Kreditkarte fordern, desto weniger werden Sie sich in Zukunft leisten können. Nutzen Sie die Kreditkarte also nur, wenn Sie im Plus sind. Vermeiden Sie auch die dauerhafte Überziehung des Girokontos. Ist dies doch einmal nicht zu vermeiden, gibt es günstigere Lösungen.

11 Einkaufszettel machen und vor dem Einkaufen essen

einkaufszettel

Ein Einkaufszettel hilft, sich im Supermarkt nicht “verführen” zu lassen.

Beim Shopping im Supermarkt landet oft vieles im Einkaufswagen, was weder geplant noch notwendig ist. Hintergrund ist hier, dass viele Menschen ohne Einkaufszettel einkaufen gehen. Setzen Sie sich vor dem Besuch im Supermarkt zu Hause hin und notieren Sie, was wirklich fehlt.

Um sich nicht in Verführung bringen zu lassen, achten Sie auch darauf, vor dem Einkaufen etwas zu essen. Mit knurrendem Magen werden gerade Fertigprodukte noch attraktiver. Ziehen Sie stattdessen frische Waren vor. Das ist nicht nur gesünder sondern schont auch den Geldbeutel.

Sie können übrigens selber kontrollieren, ob Sie Lebensmittel zweckmäßig einkaufen. Wenn Sie nichts oder nur sehr wenig wegwerfen, auch an Verpackungen, dann machen Sie es richtig.

12 Haben Sie mindestens ein kreatives Hobby

Freilich kostet ein Hobby auch Geld. Nur kostet es, je nachdem, für welches Sie sich entscheiden, in der Regel deutlich weniger Geld, als aus Langeweile oder Hobby shoppen zu gehen. Tatsächlich werden unnötige Ausgaben vor allem aufgrund unerfüllter Bedürfnisse in anderen Bereichen gemacht. Ziel des Einkaufens ist dann nicht der erworbene Gegenstand, sondern Zufriedenheit oder ein inneres Gleichgewicht zu erlangen und Frust abzubauen. Dies gelingt mit dem Shoppen nur selten, da nach hohen Ausgaben unweigerlich ein schlechtes Gewissen droht. Ein spannendes und erfüllendes Hobby allerdings ist genau dazu geeignet, Alltagssorgen auszugleichen und sinnvolle Beschäftigung zu finden. Menschen mit Hobbys haben weniger Finanzsorgen.

13 Informieren Sie sich genau über Wunschanschaffungen

Jeder kennt die Situation, wenn vor dem inneren Auge ein Gegenstand der Begierde auftaucht. Das kann ein aktueller Tablet-Computer sein oder auch ein Paar sündhaft teure Schuhe. Subjektiv entsteht nun der Eindruck, dass dieses Objekt unbedingt angeschafft werden muss. Wehren Sie sich zunächst nicht dagegen. Allerdings machen Sie nun über mehrere Tage Internet-Recherchen und besuchen Sie auch Ladenlokale. Stellen Sie Preisvergleiche an und informieren Sie sich über Vor- und Nachteile zu anderen Modellen. Sie werden sehen, alleine durch diese Beschäftigung wird der Wunsch zum Kauf deutlich in den Hintergrund gedrängt und Sie erkennen, ob die Anschaffung wirklich nötig ist oder nicht.

14 Vergünstigungen sinnvoll in Anspruch nehmen

Sonderangebote fordern dazu auf, etwas außer der Reihe oder auch größere Mengen eines Artikels anzuschaffen. Auch sind Rabatt-Codes, die in der Regel zeitlich befristet gelten, wirksame Mittel, um zu Einkäufen zu verleiten, die möglicherweise nicht erforderlich sind. Es gilt daher bei Sonderangeboten wie bei Rabatt-Codes genau darauf zu achten, ob das dahinter stehende Angebot wirklich gebraucht wird. Der Vergleich mit anderen Preisen erübrigt sich hier natürlich auch nicht. In dem Moment jedoch, da Sie eine bestimmte Anschaffung planen, kann die Suche nach Sonderangeboten oder Rabatt-Codes tatsächlich zu so manchem Schnäppchen führen

15 Halten Sie Ihr Handy unter Kontrolle

Zum Schluss ein Problem, dass in steigendem Maße besonders jüngere Menschen betrifft. Die meisten kostenpflichtigen Abonnements zu Klingeltönen oder Nachrichtendiensten, die sehr einfach über das Handy abgeschlossen werden können, sind nur für den Betreiber nützlich. Auch um Kosten für Gespräche, SMS und Internet-Nutzung über das Handy unter Kontrolle zu halten, gibt es inzwischen Flatrate-Angebote zum Festpreis. Alternativ können hier Prepaid-Karten genutzt werden, die ein Überschreiten von Budgets unmöglich machen. Besonders kostspielige Telefonvorwahlen sollten Sie jedoch wann immer möglich meiden.

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